Geschichte des Fördervereins
Seit sieben Jahrzehnten engagieren sich Menschen aus Liebe für den Zoo und für den Tierpark mit Leidenschaft. Die Hauptstadtzoos brauchen Freunde!
Seit 1956 ...
Am 26. März 1956 machten sich die Gründungsfrauen und –männer des Fördervereins auf den Weg, eine Gemeinschaft von Menschen zu gründen, die sich der zoologischen Förderung verpflichtet fühlten. Eine Verpflichtung, die über viele Generationen bis heute immer wieder neu mit Leben erfüllt wurde.
Ursprünglich als „Gemeinschaft der Förderer des Tierparks Berlin“ gründete sich auf Initiative vom Tierpark Berlin und mit maßgeblicher Unterstützung vom Gründer und langjährigen Direktor vom Tierpark, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Dathe, der Verein. Im Vorfeld wurden verschiedene Aufrufe in Tageszeitungen durch den Tierpark für die Unterstützung geworben. Die Idee hierfür ist aus der Aufbauinitiative des Tierparks, dem sogenannten Nationalen Aufbauwerk, entstanden, wo Tausende von Freiwilligen den Tierpark seit 1954 aufbauten.
Gründungsjahr ...
Bis Ende des Gründungsjahres erklärten 188 Bürger sowie Betriebe ihren Beitritt (u. a. VEB Taxi, Berliner Kindl Brauerei Weißensee und das DEFA-Studio). Sieben Mitglieder kamen aus dem Westteil Berlins. Erster Vorsitzender war Dr. Andreas Kuplan und ab 1957 bis 1966 Leopold Pertek. Ihm folgt 1966 bis 1995 Harri Leupold, unter dessen Leitung der Förderverein nach 1990 nach neuem Vereinsrecht organisiert wurde.
Von Beginn an wurden monatliche Führungen und Vorträge für die Mitglieder angeboten. Dazu zählten regelmäßige Baustellenführungen, die Heinrich Dathe oft selbst durchführte. Er ließ es sich auch nicht nehmen, immer zum Jahresbeginn einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu halten. Zum Mitgliederleben gehörte auch der erstmals 1957 vom Förderverein organisierte Tierpark-Ball, der bis 1989 stattfand.
Mit 73.000 Mark der DDR finanziert der Förderverein 1958 sein erstes Spendenprojekt. Auf der damaligen Muntjakanlage befinden sich heute Riesenkängurus. Ein Jahr später gibt sich der Verein erstmals eine Satzung. Im selben Jahr wird mit 17.000 Mark der DDR die Anlage der Präriehunde finanziert. Mit großem Engagement finanziert der Förderverein eine Vielzahl von Spendenprojekten:
| Jahr | Betrag | Förderung |
|---|---|---|
| 1959 | 17.000,00 Mark | für Präriehunde |
| 1961 | 46.400,00 Mark | für Europäische Luchse |
| 1975 | 275.000,00 Mark | für Kandaluchse |
| 1984 | 340.000,00 Mark | für Kattas |
| 1987 | 185.000,00 Mark | für Krokodilhaus |
| 1989/90 | 190.000,00 Mark | für Elefantenhaus |
| Gesamt | 1.126.400,00 Mark | umgerechnet 582.900,00 DM |
Die 90er ...
Im Jahr 1990 beschließt die Mitgliederversammlung die Eintragung in das Vereinsregister als „Gemeinschaft der Förderer des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde e.V.“ und gibt sich ein Jahr später eine neue Satzung. Im gleichen Jahr wird auch Mitglied des Fördervereins der langjährige Direktor vom Zoo Berlin, Prof. Dr. Heinz-Georg Klös. Die ersten Jahre nach 1990 sind ansonsten mit einem erheblichen Mitgliederrückgang verbunden. Zählte der Förderverein 1989 noch ca. 1.300 Mitglieder, brachen die Mitgliederzahlen bis Mitte der 1990er Jahre auf 530 Mitglieder zusammen.
Im Jahr 1992 gibt sich der Verein ein Logo; Motiv wird der Mishimi-Takin. Auch das im gleichen Jahr erstmals erscheinende Mitgliedermagazin erhält den Namen „Takin“.
Spendenprojekte im Tierpark Berlin in der 90er
| Jahr | Betrag | Förderung |
|---|---|---|
| 1994 | 48.000 DM | für die Schildkrötenanlage |
| 1995 | 50.000 DM | für die Malayenbäranlage |
| 50.000 DM | für die Schlangenfarm | |
| 1996 | 200.000 DM | für die Schlangenfarm |
| 1997 | 100.000 DM | für die Schuhschnabelanlage |
| 1998 | 100.000 DM | für die Schneeleopardenanlage |
| 1999 | 50.000 DM | für die Schneeleopardenanlage |
| 35.000 DM | für die Papageienanlage | |
| 2000 | 90.000 DM | für die Papageienanlage |
| Gesamt | 723.000 DM |
1992 ist auch das Jahr, in welchem der Förderverein erstmals nach der Deutschen Einheit wieder ein Spendenprojekt hat. Mit 30.000 DM wird eine Voliere in der Fasanerie finanziert. Im Folgejahr werden dem Tierpark 40.000 DM für den Neubau der Dingoanlage und 10.000 DM für die Sanierung der Schlangenfarm gespendet.
Im Jahr 1994 gründet der Förderverein mit 16 weiteren Fördervereinen die „Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.V.“ Mittlerweile sind in dieser Dachorganisation, die seit 2017 für alle europäischen Zoo-Fördervereine erweitert ist, über 75 Zoo-Fördervereine aus fünf europäischen Ländern mit mehr als 140.000 Mitgliedern.
Im Jahr 1995 wird Dr. Joachim Büchner zum neuen Vorsitzenden der Fördergemeinschaft gewählt. Auch er hat einen wesentlichen Anteil an der Aufrechterhaltung des Vereinslebens. Trotz sinkender Mitgliederzahlen finanziert der Förderverein jährliche Spendenprojekte im Tierpark Berlin:
Ab 2000 ...
Im Jahr 2001 wird neuer Vorsitzender Dr. Silvio Wuschko. Im gleichen Jahr übernimmt der Förderverein die Patenschaft über Mishimi-Takine i. H. v. 50.000 DM.
Im Jahr 2004 wählt die Mitgliederversammlung Thomas Ziolko zum Vorsitzenden. Im selben Jahr startet die Aktion „Tierische Botschafter“, wo prominente Berliner den Förderverein unterstützen. So sind der Entertainer Andrej Hermlin, die Musical-Sängerin Angelika Milster, der Comedy-Star Gayle Tufts sowie der Modedesigner Harald Glööckler u.v.a. dabei.
... wird einiges gefördert
Mit einer Summe von 319.000 Euro finanziert die Fördergemeinschaft 2002 bis 2006 Projekte im Tierpark Berlin:
| Jahr | Betrag | Förderung |
|---|---|---|
| 2002 | 51.000 € | für die Winterunterkunft Pelikane |
| 2003 | 45.000 € | für die Kleinkatzenanlage |
| 2004 | 60.000 € | für die Riesenschildkröten |
| 2005 | 75.000 € | für die Riesenschildkröten |
| 15.200 € | für die Tierpark-Chronik | |
| 2.800 € | für die Nashorn-Skulptur | |
| 2006 | 50.000 € | für das Vari-Wäldchen |
| 20.000 € | für das Elefantenhaus | |
| Gesamt | 319.000 € |
Das Jahr 2007 ist das Jahr der großen Veränderung für den Förderverein. Zu Beginn des Jahres wird der damalige Tierpark-Direktor, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, in Personalunion auch Direktor vom Zoo Berlin. Damit werden in der Geschichte beide Einrichtungen erstmals von einem Direktor geführt. Dies nimmt der Förderverein zum Anlass, um am 13. Februar 2017 auf der Mitgliederversammlung seine Satzung zu ändern, um zukünftig auch den Zoo Berlin mit seinem Aquarium zu fördern.
Der Verein gibt sich den Namen „Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.“ Dem Förderverein ging es von der Gründung an immer um die Förderung des zoologischen Gedankens. Mit der stärkeren unternehmerischen Zusammenführung der Einrichtungen ist damit auch die Grundlage entstanden, beide Zoos in Berlin gemeinsam zu fördern.
Große Veränderungen für den Verein ab dem Jahr 2007 ...
Der Verein erweitert die Mitgliederveranstaltungen auf den Zoo Berlin und wird noch im selben Jahr Aktionär der Zoologischer Garten Berlin AG. Im gleichen Jahr finanziert er bereits sein erstes Spendenprojekt im Zoo Berlin. Mit 25.000 Euro wird die Anschaffung von Wasserrehen bezahlt.
2007 übernimmt der Förderverein im Tierpark die Souvenir-Geschäfte, die über drei Jahre bereits leer standen. Er betreibt diese bis Ende 2014 als Pächter. Die Souvenir-Shops am Bärenschaufenster und im Dickhäuterhaus werden komplett ehrenamtlich geführt.
Mit Unterstützung der Kommunikationsagentur Lindgrün führ der Verein im Jahr 2008 eine Strategiediskussion und entwickelt ein Leitbild und eine neues Corporate Design. Es entsteht ein neues Logo, welches die Grundrisse vom Zoo und vom Tierpark vereint. Gleichzeitig wird die Marke „Freunde Hauptstadtzoos“ entwickelt, die auch in neuen Medien präsent wird.
2008 veranstaltet der Förderverein erstmals eine Konzertreihe im Schloss Friedrichsfelde. In Abstimmung zwischen der Senatskulturverwaltung und dem Tierpark Berlin wird der Förderverein im Folgejahr Pächter vom Schloss und übernimmt den Museumsbetrieb und die Organisation von Veranstaltungen. Das Pachtverhältnis endete 2019.
In den Jahren seit Beginn der Förderung vom Zoo Berlin steigen die Spendensummen und so kann der Förderverein seit 2007 folgende Projekte mit einem Gesamtspendenvolumen von 2.494.100 Euro finanzieren:
Spendenprojekte im Zoo
| Jahr | Betrag | Förderung |
|---|---|---|
| 2007/08 | 25.000 € | für Wasserrehe |
| 2009 | 55.000 € | für Schleichkatzen |
| 2010/11 | 110.000 € | für Neubau Vogelhaus |
| 2012 | 65.000 € | für Umbau Bärenanlage |
| 15.000 € | für Knut-Denkmal | |
| 2013 | 65.000 € | für Koi- und Goldfischbecken |
| 2014 | 65.000 € | für neue Beschilderung im Zoo |
| 2015 | 75.000 € | für Monitore im Vogelhaus |
| 2016 | 75.000 € | für Monitore im Vogelhaus |
| 3.500 | für Touchscreen-Computer für Menschenaffen | |
| 30.000 € | für Wolfsanlage | |
| 2.000 € | für Beseitigung von Sturmschäden | |
| 2018 | 50.000 € | für Wolfsanlage |
| 2019 | 40.000 € | für Nachttierhaus |
| 5.000 € | für 175 Jahre Zoo | |
| 2020 | 60.000 € | für Nachttierhaus |
| 2021 | 100.000 € | für Okapi-Anlage |
| 2022 | 100.000 € | für Wasserbüffel-Anlage |
| 2023 | 100.000 € | für Okapi-Anlage |
| 2024 | 180.000 € | für Okapi-Anlage |
| 2025 | 100.000 € | für Ausstellung Flusspferdhaus |
| Gesamt | 1.320.500 € |
Spendenprojekte im Tierpark
| Jahr | Betrag | Förderung |
|---|---|---|
| 2007 | 50.000 € | für Bärenschaufenster |
| 20.000 € | Patenschaft über Elefantin „Kariba“ | |
| 2008 | 70.000 € | Umbau Elefantenhaus |
| 2009 | 105.000 € | Umbau Schlangenfarm |
| 2010 | 105.000 € | Umbau Bärenschlucht |
| 2011 | 105.000 € | Tunnel Eisbärenanlage |
| 2012 | 110.000 € | Umbau Steinadlervoliere |
| 2013 | 50.000 € | Röntgenanlage |
| 2014 | 175.000 € | Umbau Alfred-Brehm-Haus |
| 2015 | 100.000 € | Neubau Malaienbäranlage |
| 35.000 € | für Treskow-Friedhof | |
| 20.000 € | für Neugestaltung Nordparterre am Schloss | |
| 2016 | 160.000 € | für Aquarien-Zylinder in der Cafeteria |
| 2017 | 150.000 € | für Malaienbär-Anlage im Alfred-Brehm-Haus |
| 3.000 € | für Beseitigung von Sturmschäden | |
| 3.600 € | für Neugestaltung Kiosk an der Cafeteria | |
| 2018 | 180.000 € | für Neugestaltung Kiosk an der Cafeteria |
| 12.000 € | für Vogelvolieren Süd-Parterre am Schloss | |
| 2019 | 150.000 € | für Goldkatzen-Anlage im Alfred-Brehm-Haus |
| 2020 | 150.000 € | für Himalaya-Anlage |
| 2021 | 150.000 € | für Brillenbär-Anlage (Bärenschlucht) |
| 2022 | 150.000 € | für Flamingo- und Pelikan-Voliere |
| 2023 | 180.000 € | für Mobil-Bagger |
| 2024 | 100.000 € | für Flamingo- und Pelikan-Voliere |
| 2025 | 180.000 € | für Freilichtbühne |
| 15.000 € | für Elefantenhaus | |
| Gesamt | 2.258.600 € |
Hinzu kommen Spenden i. H. v. 150.000 Euro für Restaurierungsarbeiten im Schloss Friedrichsfelde sowie Spenden für die Beschäftigung von Tieren im Tierpark und im Zoo.
Stiftung & Akademie ...
Um eine nachhaltige Förderung vom Zoo und vom Tierpark abzusichern, gründete der Förderverein die „Stiftung der Freunde der Hauptstadtzoos“ im Jahr 2010 mit einem Stiftungskapital von 51.000 Euro. Vorsitzender des Kuratoriums wurde der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen. Darüber hinaus sind u.a. Heiner Klös und Dr. Falk Dathe im Kuratorium. Die Stiftung hat mittlerweile ein Stiftungsvermögen von ca. 3 Millionen Euro und finanzierte Spendenprojekte mit einer Gesamtsumme von über 360.000 Euro.
Im Jahr 2011 gründete der Förderverein die Akademie Hauptstadtzoos und entwickelte damit ein deutschlandweit einmaliges Bildungsangebot in einer zoologischen Einrichtung. Aus dieser entwickelte sich 2014 auch die Schüler-Akademie. 2011 gründete sich auch eine Arbeitsgemeinschaft Artenschutz, seit dem finanziert der Förderverein regemäßig internationale und nationale Artenschutzprojekte.
Unterstützung bei Pandemien und Seuchen ...
Als erstmals in der Geschichte vom Zoo Berlin und vom Tierpark Berlin beide Einrichtungen in der Corona-Pandemie längere Zeit schließen, startet der Förderverein eine Solidaritätsaktion und gewinnt weitere Unterstützer. Auch die Schließung vom Tierpark und vom Zoo durch die Maul- und Klauenseuche im Jahr 2025 bringt erhebliche Einbußen für die Hauptstadtzoos.
Selbstverständlich unterstütze der Förderverein die Hauptstadtzoos mit einer Solidaritätsspende von weiteren ca. 100.000 Euro, die in wenigen Tagen aufgebracht werden konnte.
Das Jubiljäumsjahr 2026 ...
Das Jubiläumsjahr 2026 vom Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. hat nicht weniger Herausforderungen. Steigende Kosten für Energie, Lebensmittel und Investitionen machen nicht nur viele Menschen zu schaffen, sondern haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Hauptstadtzoos. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sind die Unterstützung und die Solidarität der vielen Menschen, denen der Zoo Berlin und der Tierpark Berlin ein Herzensanliegen ist, wichtig.
Damit hat der Förderverein zusammen mit seiner Stiftung allein seit 2014 eine Summe von über 3,4 Millionen Euro den Hauptstadtzoos gespendet.
AKTION Sichern Sie sich ein Stück der Hauptstadtzoos:
Ihren Lieblingsort im Zoo oder im Tierpark mit dem eigenen Namen verbinden!
Der Tierpark und der Zoo bieten mit einer Gesamtfläche von 195 Hektar Lieblingsorte. Mit einer Patenschaft über ein Stück der Hauptstadtzoos verbinden Sie Ihren Lieblingsort in den tierischen Oasen mit Ihrem Namen und leisten einen wichtigen Beitrag für die Hauptstadtzoos. Sie beschenken sich oder Freunde und gleichzeitig tun Sie etwas Gutes.